Namenstag Simon - Welches Datum ist das richtige?

Veronika Henke 13. Mai 2026
Schwarzes T-Shirt mit Aufdruck: "Reicht mir das Bier, ihr Narren. Der Simon will saufen." Perfekt für den Namenstag Simon!

Inhaltsverzeichnis

Der Namenstag Simon ist im kirchlichen Kalender kein starres Einzeldatum, sondern hängt davon ab, welchen Heiligen oder welche Überlieferung man meint. Entscheidend ist also nicht nur der Name, sondern der konkrete Patron: Apostel, Ordensmann oder eine biblische Gestalt aus dem Umfeld von Maria. Wer einen Simon gratulieren oder den Tag in Familie und Gemeinde sinnvoll begehen möchte, findet hier die wichtigsten Daten, die liturgische Einordnung und einen klaren Blick auf die Zusammenhänge.

Die wichtigsten Daten und Zusammenhänge auf einen Blick

  • Der bekannteste Termin ist meist der 28. Oktober mit Simon dem Zeloten, dem Apostel.
  • Im katholischen Namenstagskalender taucht Simon auch am 16. Mai und am 18. Februar auf.
  • Der 8. Oktober gehört zu Simeon und Anna, also zu einer verwandten, aber nicht identischen biblischen Tradition.
  • Maria ist vor allem beim Fest Darstellung des Herrn, volkstümlich Mariä Lichtmess, im Hintergrund wichtig.
  • Für einen sicheren Gruß sollte man zuerst klären, welcher Simon in der jeweiligen Familie oder Pfarrei gemeint ist.

Welche Tage für Simon im Kalender auftauchen

In der Praxis stößt man bei Simon schnell auf mehrere Gedenktage. Das ist kein Fehler, sondern typisch für christliche Namenskalender, weil ein Vorname oft mit unterschiedlichen Heiligen verbunden ist. Katholisch.de führt Simon im Namenstagskalender unter anderem am 16. Mai und am 18. Februar; dazu kommt der bekannte Aposteltag am 28. Oktober, der in vielen Traditionen als der wichtigste Termin gilt.

Datum Bezug Einordnung
18. Februar Simon im katholischen Namenstagskalender Ein geführter Namenstag, der in vielen deutschen Kalendern auftaucht
16. Mai Simon Stock Vor allem relevant, wenn der karmelitische Bezug gemeint ist
8. Oktober Simeon und Anna Nicht derselbe Name, aber liturgisch nah an den Themen Simon, Maria und Tempelgeschichte
28. Oktober Simon der Zelote Der am breitesten bezeugte Gedenktag und meist die sicherste Wahl
10. Mai Orthodoxe Tradition Wichtig, wenn die Familie oder Gemeinde einen ostkirchlichen Bezug hat

Für einen allgemeinen Namenstagsgruß würde ich deshalb zuerst den 28. Oktober prüfen und erst danach nach Sonderfällen schauen. Genau an dieser Stelle trennt sich ein sauber recherchierter Gruß von einem bloß gut gemeinten, aber ungenauen Datum. Und damit ist der Weg frei für die Frage, warum ausgerechnet dieser Apostel so präsent ist.

Warum der Apostel Simon meist den 28. Oktober prägt

Das Ökumenische Heiligenlexikon nennt den 28. Oktober als Gedenktag von Simon dem Zeloten; in katholischer, evangelischer und anglikanischer Tradition wird dieser Termin gleichermaßen geführt. Für viele Gläubige ist das der naheliegendste Bezug, wenn vom Namenstag für Simon die Rede ist. Ich nenne ihn zuerst, weil er in mehreren Kirchen verankert ist und damit auch im Alltag die größte Orientierung bietet.

Simon der Zelote gehört zu den zwölf Aposteln und wird in der Überlieferung oft zusammen mit Judas Thaddäus genannt. Sein Beiname verweist auf Eifer oder Leidenschaft für den Glauben; die alte Deutung des Namens lautet entsprechend sinngemäß: „Er erhört“. Gerade das macht ihn zu einer stimmigen Gestalt für einen Namenstag, der nicht nur freundlich, sondern auch geistlich sichtbar sein soll.

Wer also einen allgemein gültigen Termin sucht, liegt mit dem 28. Oktober meist richtig. Nur wenn im Familien- oder Ordenskontext ausdrücklich ein anderer Simon gemeint ist, sollte man bewusst abweichen. Damit ist die liturgische Basis klar, und der nächste Schritt ist die häufige Verwechslung mit einer ganz anderen biblischen Figur.

Simon, Simeon und Maria besser auseinanderhalten

Hier passieren in der Praxis die meisten Missverständnisse: Simon ist nicht dasselbe wie Simeon. Die Namen klingen ähnlich, stehen aber für unterschiedliche Gestalten im Kirchenjahr. Der Marienbezug entsteht vor allem über Simeon und Anna, die beim Fest der Darstellung des Herrn das Jesuskind im Tempel erkennen. Katholisch.de beschreibt sie als Zeugen dieses Ereignisses, das im Westen auch als Mariä Lichtmess bekannt wurde.

Figur Bezug Warum das wichtig ist
Simon der Zelote Apostel, Namenstag am 28. Oktober Der klassische Bezug, wenn man einen Simon im kirchlichen Sinn meint
Simeon und Anna Zeugen der Darstellung des Herrn Mit Maria verbunden, aber nicht identisch mit Simon
Maria beim Fest Lichtmess Darstellung des Herrn am 2. Februar Wichtig für den marianischen Rahmen und die liturgische Symbolik des Lichts

Ich finde diese Unterscheidung wichtig, weil sie den Blick schärft: Nicht jeder Marienbezug im Kalender hat automatisch mit Simon zu tun. Wenn im Pfarrbrief, in der Familienchronik oder bei einem Segensgruß beides zusammen auftaucht, ist oft Simeon gemeint, nicht Simon. Wer das sauber trennt, vermeidet falsche Zuordnungen und würdigt die jeweilige Gestalt genauer.

So lässt sich der Namenstag im Alltag sinnvoll feiern

Ein guter Namenstag muss nicht groß sein. Gerade in Gemeinden und Familien wirkt eine einfache, ehrliche Form oft stärker als ein überladener Ablauf. Entscheidend ist der geistliche Ton: Wer gratuliert, kann Wertschätzung, Gebet und Gemeinschaft miteinander verbinden, ohne daraus ein Event zu machen.

  • Ein kurzer Gruß mit klarem Bezug auf den richtigen Patron ist meist die beste Grundlage.
  • Eine Kerze, ein Segenswort oder ein Gebet passt gut, wenn der Tag bewusst begangen werden soll.
  • In der Familie genügt oft ein Anruf, eine Karte oder ein gemeinsames Tischgebet.
  • In der Pfarrei funktionieren Fürbitten, ein kurzer Hinweis im Gemeindebrief oder ein Segensmoment in der Messe sehr gut.
  • Wer den Marienbezug betonen möchte, kann eine kleine Verbindung zu Licht, Hoffnung und Darstellung des Herrn herstellen.

Für mich ist der beste Rat an dieser Stelle: lieber schlicht und treffsicher als feierlich und ungenau. Ein passender Gruß zum Namenstag lebt davon, dass er die Person wirklich trifft und nicht nur die Tradition streift. Genau deshalb lohnt sich ein kurzer Blick auf den Kalender, bevor man formuliert oder plant.

Worauf ich bei einem stimmigen Gruß für Simon achten würde

Wenn ich nur eine praktische Regel mitgeben dürfte, dann diese: erst den konkreten Simon klären, dann gratulieren. Für den Apostel ist der 28. Oktober die robusteste Wahl, für Simon Stock kommt der 16. Mai in Frage, und für den Blick auf Simeon und Maria ist der 2. Februar mit der Darstellung des Herrn der passende liturgische Rahmen. So bleibt der Gruß nicht nur freundlich, sondern auch inhaltlich sauber.

Gerade in einem kirchlichen Umfeld wirkt diese Genauigkeit nicht pedantisch, sondern respektvoll. Sie zeigt, dass Namenstage nicht bloß ein Kalenderdetail sind, sondern Teil einer lebendigen Glaubens- und Erinnerungskultur. Wer das bei Simon berücksichtigt, trifft fast immer den richtigen Ton.

Häufig gestellte Fragen

Der bekannteste Namenstag für Simon ist der 28. Oktober (Simon der Zelote). Es gibt aber auch den 16. Mai (Simon Stock) und den 18. Februar im katholischen Kalender. Wichtig ist, welcher Simon gemeint ist.

Im christlichen Kalender ist es üblich, dass ein Vorname mit verschiedenen Heiligen verbunden ist. Simon ist ein Beispiel dafür, da es mehrere bedeutende Persönlichkeiten mit diesem Namen gibt, die an unterschiedlichen Tagen geehrt werden.

Nein, Simon und Simeon sind nicht dasselbe. Simeon ist eine biblische Figur, die oft im Zusammenhang mit Maria und der Darstellung des Herrn (Mariä Lichtmess am 2. Februar) erwähnt wird, aber nicht mit dem Apostel Simon identisch ist.

Ein passender Gruß mit Bezug zum richtigen Patron ist ideal. Eine Kerze, ein Segenswort oder ein Gebet können den Tag sinnvoll gestalten. In der Familie genügt oft ein Anruf oder eine Karte. Wichtig ist die persönliche Wertschätzung.

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Autor Veronika Henke
Veronika Henke
Ich bin Veronika Henke und beschäftige mich seit über zehn Jahren intensiv mit christlicher Kultur, Gemeinschaft und Ethik. In meiner Rolle als erfahrene Content Creatorin habe ich zahlreiche Artikel verfasst, die sich auf die Werte und Traditionen des Christentums konzentrieren und deren Bedeutung für das moderne Leben beleuchten. Mein Fachwissen erstreckt sich über die Analyse von ethischen Fragestellungen und deren Einfluss auf die Gemeinschaft, wobei ich stets darauf achte, komplexe Themen verständlich und zugänglich zu machen. Ich verfolge einen objektiven Ansatz, der auf gründlicher Recherche und Faktenprüfung basiert. Mein Ziel ist es, meinen Lesern präzise, aktuelle und verlässliche Informationen zu bieten, die ihnen helfen, die Herausforderungen und Chancen innerhalb der christlichen Gemeinschaft besser zu verstehen. Durch meine Arbeit möchte ich einen Raum für Diskussion und Reflexion schaffen, der die Werte der Gemeinschaft fördert und die ethischen Grundlagen unseres Zusammenlebens stärkt.

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