Wer Felix heißt, hat nicht nur einen, sondern mehrere mögliche Gedenktage im kirchlichen Kalender. Ich ordne die wichtigsten Termine ein, erkläre die zugehörigen Heiligen und zeige, welcher Namenstag sich für eine konkrete Person sinnvoll auswählen lässt.
Die wichtigsten Fakten zum Namenstag von Felix auf einen Blick
- Mehrere Termine sind möglich, weil verschiedene Heilige und Selige Felix heißen.
- Besonders bekannt sind der 14. Januar, der 18. Mai, der 30. August und der 30. Dezember.
- Der Namenstag richtet sich meist nach dem persönlichen Namenspatron oder nach dem regional verwendeten Kalender.
- Der Name Felix bedeutet auf Latein „der Glückliche“ oder „der vom Glück Begünstigte“.
- Ein Namenstag ist kein gesetzlicher Feiertag, kann aber familiär oder in der Gemeinde bewusst begangen werden.
Warum Felix mehrere Namenstage hat
Ein Namenstag erinnert an den Heiligen oder Seligen, dessen Namen eine Person trägt. Da es in der Kirchengeschichte mehrere Männer namens Felix gibt, taucht der Name an verschiedenen Tagen im Heiligenkalender auf. Es gibt deshalb keinen einzigen, überall verbindlichen Termin.
Der Vorname stammt vom lateinischen Wort felix. Gemeint sind Bedeutungen wie glücklich, erfolgreich, fruchtbar oder vom Glück begünstigt. Schon in der römischen Antike wurde der Ausdruck als Beiname verwendet. Für die christliche Namenspraxis zählt jedoch weniger die sprachliche Bedeutung als das Vorbild des jeweiligen Patrons.
Ich finde diese Mehrdeutigkeit nicht problematisch, sondern bereichernd. Sie ermöglicht es, den Gedenktag nach der Familiengeschichte, dem Taufdatum oder einer besonderen Beziehung zu einem Heiligen auszuwählen.

Die wichtigsten Gedenktage für Felix im Überblick
Die folgende Auswahl orientiert sich an den im deutschen Sprachraum häufig genannten katholischen Gedenktagen. Je nach Kalender können weitere Felix-Tage hinzukommen.
| Datum | Namenspatron | Wofür er besonders steht |
|---|---|---|
| 14. Januar | Felix von Nola | Treue, Glaubensmut und Fürsorge für seine Gemeinde |
| 18. Mai | Felix von Cantalice | Einfachheit, Dankbarkeit und Hilfe für arme Menschen |
| 30. August | Felix von Rom mit Adauctus | Standhaftigkeit im Glauben und Martyrium |
| 11. September | Felix und Regula | Glaubenszeugnis und Verbundenheit mit der Kirche von Zürich |
| 20. November | Felix von Valois | Ordensleben, Gefangenenseelsorge und Befreiung von Sklaven |
| 30. Dezember | Papst Felix I. | Treue zur kirchlichen Lehre und Förderung der Märtyrerverehrung |
Einige Namenskalender nennen zusätzlich den 12. Juli für Felix von Afrika sowie weitere regionale Gedenktage. Das erklärt, warum unterschiedliche Kalender manchmal verschiedene Ergebnisse anzeigen. Für eine private Feier genügt es, einen nachvollziehbaren Termin festzulegen.
Welcher Termin passt zu einer konkreten Person
Wenn in der Familie kein bestimmter Namenspatron überliefert ist, empfehle ich eine einfache Entscheidung in drei Schritten. Zuerst lohnt sich ein Blick in die Taufunterlagen oder in das kirchliche Familienbuch. Dort kann vermerkt sein, auf welchen Heiligen sich die Namensgebung ursprünglich bezog.
- Persönlichen Patron prüfen: Gibt es eine familiäre Verbindung zu Felix von Nola, Felix von Cantalice oder einem anderen Heiligen?
- Regionalen Kalender beachten: Pfarreien und Diözesen können unterschiedliche Gedenktage hervorheben.
- Einen festen Tag wählen: Fehlt eine Tradition, kann die Familie den bekanntesten oder persönlich passendsten Termin übernehmen.
In vielen Familien wird der 18. Mai gewählt, weil Felix von Cantalice als volksnaher und hilfsbereiter Heiliger besonders anschaulich ist. Der 30. August passt eher zu Menschen, die sich für die frühe Kirche und das Zeugnis der Märtyrer interessieren. Wichtig ist nicht, den vermeintlich einzig richtigen Tag zu finden, sondern den Bezug verständlich zu machen.
Die Heiligen hinter dem Namen Felix
Felix von Nola am 14. Januar
Felix von Nola lebte in der frühen Christenheit und wurde vor allem als Priester und Seelsorger verehrt. Überliefert ist sein Einsatz für den Bischof Maximus und seine Gemeinde während einer Zeit der Verfolgung. Sein Beispiel steht für Treue unter schwierigen Bedingungen, nicht für ein bequemes oder konfliktfreies Leben.
Felix von Cantalice am 18. Mai
Der Kapuziner Felix von Cantalice stammte aus einfachen Verhältnissen und wirkte im 16. Jahrhundert in Rom. Viele Menschen kannten ihn als Almosenbruder, der um Nahrung für sein Kloster bat und zugleich Arme, Kinder und Kranke unterstützte. Seine Haltung „Deo gratias“, also „Gott sei Dank“, machte ihn zu einem Sinnbild für Dankbarkeit trotz materieller Armut.
Felix von Rom und Adauctus am 30. August
Der römische Felix wird als Märtyrer verehrt. Nach der Überlieferung bekannte sich Adauctus spontan zu ihm und erlitt ebenfalls den Tod. Der Gedenktag erinnert damit an Mut, Solidarität und die Bereitschaft, für den eigenen Glauben einzustehen.
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Felix von Valois am 20. November
Felix von Valois gründete gemeinsam mit Johannes von Matha den Trinitarierorden. Die Gemeinschaft setzte sich für gefangene und versklavte Christen ein. Dieser Patron ist besonders interessant, wenn der Namenstag mit dem Gedanken an soziale Verantwortung und tätige Nächstenliebe verbunden werden soll.
So kann man den Namenstag von Felix feiern
Eine Feier muss weder groß noch teuer sein. Im familiären Rahmen reichen ein gemeinsames Essen, ein persönlicher Brief oder ein kurzer Besuch in der Kirche. Ich halte eine Geste, die den Charakter des Namenspatrons aufgreift, für sinnvoller als ein beliebiges Geschenk.
- Am 14. Januar kann man für einen Menschen beten, der gerade schwierige Zeiten durchsteht.
- Am 18. Mai passt eine Spende für eine soziale Einrichtung oder eine Einladung für jemanden, der allein lebt.
- Am 30. August bietet sich ein Gespräch über Glauben, Gewissen und Zivilcourage an.
- Am 20. November kann eine ehrenamtliche Tätigkeit den Gedanken der Befreiung und Hilfe aufnehmen.
Auch eine Pfarrgemeinde kann den Namenstag aufgreifen, etwa in den Fürbitten, bei einer kurzen Segnung oder im Pfarrbrief. Der Namenstag ist dabei kein zweiter Geburtstag, sondern ein Gedenktag mit geistlichem Inhalt. Gerade deshalb kann er stiller und persönlicher gefeiert werden.
Ein Felix-Gedenktag darf persönlich werden
Für Felix gibt es mehrere berechtigte Termine. Wer eine klare Familienregel sucht, kann einen Tag dauerhaft festlegen und den gewählten Patron kurz erklären. So entsteht mit der Zeit eine eigene Tradition, selbst wenn sie nicht in jedem Kalender gleich verzeichnet ist.
Am Ende zählt weniger das Datum als die Verbindung zu einem christlichen Vorbild. Ein Glückwunsch, ein Gebet, ein gemeinsames Essen oder eine Hilfe für andere geben dem Namenstag einen Inhalt, der weit über den Kalender hinausreicht.
